Das Studierendenwerk präsentiert seinen digitalen Werkbericht 2020 unter werkbericht.stw-vp.de

2020 wird für das Studierendenwerk Vorderpfalz immer ein ganz besonderes Jahr bleiben. Zum einen, weil es uns allen wie unter einem Brennglas gezeigt hat, wie verletzlich unsere unternehmerischen Strukturen sind und zum anderen, weil sich - ganz nach Kanzler Schmidt – in der Krise der wahre Charakter eines Unternehmens gezeigt hat.
So alternativlos wie bedauerlich der Verlust von über 50 Mitarbeiter*innen für uns als Unternehmen war, so positiv war die Erkenntnis, dass das Studierendenwerk Vorderpfalz auch Krise kann. Wir haben aus diesem Jahr das Beste gemacht und unser verbleibendes Team hat wirklich alles gegeben, um den Betrieb irgendwie zusammenzuhalten. Ohne die Unterstützung unseres Verwaltungsrates und auch der Studierenden an den Hochschulen wäre es wohl noch schwerer geworden.

Das Studierendenwerk präsentiert seinen digitalen Werkbericht 2020 unter [LK_N https://werkbericht.stw-vp.de/de/]werkbericht.stw-vp.de[/LK_N]
Darum ist unser Werkbericht 2020 auch kein Kompendium von Zahlen und Fakten und dem Vergleich mit anderen Geschäftsjahren. Er ist eher eine Beschäftigung damit, wie wir dieses „besondere“ Jahr überstanden haben, was wir aus der veränderten Situation für das Studierendenwerk gelernt haben und wo unsere Stellung in der Hochschullandschaft noch deutlich besser werden muss. Dass wir das soziale Rückgrat der Studierenden sind, haben wir mit der Bearbeitung der Überbrückungshilfe und einem immens gestiegenen Beratungsbedarf während der Pandemie erneut bewiesen.

Ich glaube, die wichtigste persönliche Erkenntnis für mich aus dem Geschäftsjahr war, dass eine Hochschulausbildung ohne Präsenzen oder soziale Interaktion zum Scheitern verurteilt ist. Trotz der sinnvollen Verstärkung der digitalen Lehre kann nichts eine Sozialisierung der Studierenden in ihrem neuen Lebensabschnitt ersetzen. Das stellen wir täglich in unserer Beratung fest. „Soft skills“ kommen nicht von alleine! Besonders schwer betroffen waren hier natürlich die Erstsemester und die ausländischen Studierenden. Wir fordern daher, dass aus Sicht der Politik, der Gesellschaft und der Wirtschaft - egal wie lange die Pandemie uns noch in Atem hält – alles dafür getan werden muss, soviel Präsenz auf dem Campus möglich zu machen wie es geht. Das Risiko einer verlorenen Sozialisation ist für unser Führungspersonal von Morgen zu groß.

Da man die Krise – wie sprichwörtlich so oft zitiert – aber auch als Chance nutzen sollte, wird dieser Werkbericht unser erster Werkbericht als Microsite sein. Ab sofort berichten wir immer unter werkbericht.stw-vp.de in Deutsch und Englisch über unsere Arbeit.

Wenn ich das Geschäftsjahr 2020 mit einem Satz zusammenfassen müsste, würde ich wohl frei nach Frank Sinatra sagen: If we can make it there we’ll make it everywhere….
In diesem Sinne wünsche ich ihnen eine außergewöhnliche Lektüre und freue mich auf Fragen, Kontroversen und Ideen zu einer gemeinsamen Hochschullandschaft von Morgen.

Herzliche Grüße und viel Spaß bei der Lektüre
Ihr Andreas Schülke
News vom 05.08.2021Zur Übersicht