Betreuungskonzept

Unsere Kita stellt sich vor

Pädagogische Schwerpunkte und Ziele

Bildungsorte
Ein Bildungsort lädt die Kinder täglich zum Entdecken, Experimentieren und Selbsterkunden ein. Des Weiteren dient er als Begegnungsstätte der Kinder aus allen Gruppen (z.B. das Außengelände und der Flur). Durch klare, abgesprochene Regeln haben die Kinder die Möglichkeit den Raum altersentsprechend und durch die Begleitung einer Fachkraft zu nutzen. Die Kinder erweitern durch die regelmäßige Nutzung ihre Kompetenzen und können ihre Erfahrungen und Erlebnisse verarbeiten. Daher wird den Kindern täglich die Möglichkeit geboten, verschiedene Bildungsorte und Begegnungsstätten zu nutzen.

Übergänge
Als Übergang im pädagogischen Sinn bezeichnet man den Wechsel in eine neue, unbekannte Lebenssituation. Übergänge sind Bestandteile des menschlichen Lebens und gehören zur Erfahrungswelt eines Kindes. Das Kind eignet sich bei erfolgreicher Übergangsbewältigung Kompetenzen an, die es im Umgang mit zukünftigen Veränderungen nutzen kann und die seine Persönlichkeit stärken. Das Kind erfährt, dass Übergänge Herausforderungen sind, die zugleich Chancen beinhalten. Es erlangt Selbstvertrauen, Flexibilität und eine gewisse Gelassenheit im Hinblick auf weitere Übergänge. Täglich erleben die Kinder in der Bring-Situation einen kleinen Übergang. Um diesen zu erleichtern und aufgrund der in der Pandemie gesammelten Erfahrungen, findet die Trennung beim Ankommen direkt an der Gruppenraumtür zum Garten statt.

Beobachtung und Dokumentation
Regelmäßige und gezielte Beobachtungen und Dokumentationen sind ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit im Alltag. Diese ermöglichen uns die Kinder wirksam in ihren individuellen Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu unterstützen, zu fördern und zu fordern. Im Fokus liegt dabei die ganzheitliche Entwicklung des Kindes. Durch Beobachtungen nehmen wir die individuellen Stärken des Kindes wahr und setzen an diesen an, um ihnen weitere Bereiche, Fähigkeiten und Möglichkeiten zu eröffnen. Pädagogische Handlungsschritte und Zielsetzungen werden nicht festgeschrieben, sondern müssen immer wieder neu überprüft und gegebenenfalls neu formuliert werden. Sie dienen zum einen als Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgespräche und zum anderen als Grundlage für unsere pädagogische Arbeit. Durch kontinuierliche Beobachtungen nehmen wir die aktuellen Interessen und Themen der Kinder wahr und können darauf aufbauend weitere Angebote und Projekte gemeinsam erarbeiten und gestalten. Weiterhin dienen Beobachtungen und Dokumentationen als Basis für einen fachlichen Diskurs zwischen uns als pädagogischen Fachkräften und bieten uns Möglichkeiten zur Reflexion im gesamten Team. Jedes Kind ist in Besitz eines frei und jederzeit zugänglichen Portfolio-Ordners, der den ganz persönlichen Entwicklungsverlauf und die Interessen, durch Fotos, Texte und eigene Kunstwerke, dokumentiert. Somit erfährt jedes einzelne Kind Wertschätzung und fühlt sich wahrgenommen und beachtet. Die Portfolio-Ordner und die allgemeinen Dokumentationen bieten den Eltern Einblicke in die Entwicklung und den Kita-Alltag ihres Kindes.

Vernetzungen
Die Kita befindet sich auf dem Hochschulgelände in der Nähe der Innenstadt. In direkter Nachbarschaft befindet sich eine weiterführende Schule, sowie eine Kinderarztpraxis. Des Weiteren sind eine Bank und ein Supermarkt in der Nähe. Neben diesen befindet sich auch ein Seniorenheim und ein Kinderspielplatz. Außerdem ist der Pfrimmpark mit Spielplatz und Möglichkeiten für Naturerfahrungen zu Fuß gut zu erreichen. Die Wohnsituationen der Familien ist unterschiedlich, da einige Studenten sind und recht beengt wohnen, andere Familien wohnen in Einfamilienhäusern manchmal mit Garten, oftmals aber ohne direkte Möglichkeit nach draußen zu gehen. Die unmittelbare Umgebung der Kita ist von Hochschulgebäuden, Wohnheimen und großzügigen älteren Ein- bis Zweifamilienhäuser umgeben.

Notfallplan der Kita Lindwürmer

Die Herausforderung
Personalausfälle, geplant z.B. durch Urlaub und Fortbildung, insbesondere aber unvorhergesehene Ausfälle durch kurzfristige Erkrankungen, stellen im Kindergarten eine fortwährende Herausforderung dar.

Vorhersehbare Ausfälle (Urlaube, Fortbildungen, Freizeitausgleich) geschehen immer in Absprache mit der Leitung. Sie hat für diese Zeit einen Ersatz zu besorgen oder eine Umplanung der Dienste vorzunehmen.

Unvorhersehbare Ausfälle bedeuten eine kurzfristige Änderung von Diensten, Überstunden, Verzicht auf Fortbildungen, Verfügungszeit, Verschiebung von pädagogischen Aktivitäten etc.

Vieles kann durch flexibles Reagieren im Team aufgefangen und gemeistert werden. Darüber hinaus ist es aber notwendig und hilfreich, nach einem strukturierten Handlungsplan vorzugehen. Ziel des Planes ist es, in einer konkreten Not-Situation handlungssicher, transparent und nachvollziehbar verfahren zu können. Es ist auch in Notsituationen unser Anspruch, dass Abstriche in der Betreuungsqualität möglichst vermieden werden und dass die Kräfte vor Ort nicht über alle Maßen belastet werden.

Die Berechnung des Personalschlüssels erfolgt auf der Grundlage des Kita-Gesetzes RLP. Danach sind für ein Kind unter 2 Jahren 0,263 Fachkräfte und für ein Kind über 2 Jahren 0,1 Fachkräfte für 7 Stunden vorzuhalten. Bei der Beurteilung von Notsituation gilt als Orientierungsgröße die Mindestanwesenheit zur Sicherstellung der Aufsichtspflicht.

Im Einzelnen bedeutet das für die Kita Lindwürmer
Unser Vorgehen richtet sich nach den am jeweiligen Tag anwesenden pädagogischen Fachkräften. Wir passen unser Vorgehen durch Einbeziehung der pädagogischen Assistenzkraft, der Auszubildenden, der FSJ‘lerin und der Aushilfen an. Bitte beachten Sie auch, dass die Leitung in diesen Schlüssel einbezogen ist, aber wegen ihrer zusätzlichen Aufgaben nicht jederzeit im Kinderdienst verfügbar sein kann. Die Leitung bittet in jeder Notfallstufe um Überstunden, die Anzahl der Überstunden muss zumutbar bleiben für die betroffenen Mitarbeiter:innen. Die Leitung stellt eine Anfrage an Aushilfskräfte und Mitarbeiter:innen der weiteren Kitas des Studierendenwerks Vorderpfalz. Sollte keine Aushilfskraft verfügbar sein, werden z.B. Verfügungszeiten ausgesetzt oder pädagogische Angebote können nicht oder nur zum Teil stattfinden. Aus all diesen Gründen kann es in den jeweiligen Stufen zu unterschiedlichen Vorgehensweisen kommen.